Strategischer Einkauf

Beschaffungsmarktforschung, Planung und Steuerung der einzelnen Materialkostenentwicklungen oder eine umfassende Analyse des Einkaufsverhaltens der Wettbewerber ? ein strategischer Einkauf sieht heute ein umfassendes Tätigkeitsfeld vor. Umso wichtiger ist es, in dieser Position gewissenhaft und zielstrebig zu arbeiten.

Für einen langwierigen Erfolg eines Unternehmens ist es unablässig, neben einer effektiven Warenbeschaffung ebenfalls eine sorgsame Einkaufsstrategie und eine Vertriebsstrategie zu entwickeln. Der Einkauf eines Unternehmens, ganz gleich zu welcher Branche das Unternehmen zählt und mit welchen Gütern es handelt, ist ein essentieller Bestandteil der Wertschöpfungskette. Der Umgang mit dieser orientiert sich einerseits am wertmäßigen Fassungsvermögen und andererseits daran, wie heikel die Verfügbarkeit eines Einkaufes für das jeweilige Unternehmensziel ist.


Zu Unterfunktionen des strategischen Einkaufes gehören Tätigkeiten wie die Koordination unterschiedlicher Unternehmensteile, um die Einkaufsmacht zu bündeln, Lieferantenentwicklung und -bewertung oder natürlich die gezielte Gestaltung einer Einkaufsstrategie. Strategischer Einkauf bedeutet ferner, das Einkaufsverhalten der einzelnen Wettbewerber im Auge zu behalten und zu analysieren. Rückschlüsse daraus erlauben einen wettbewerbsfähigen Einkauf. Auch die Beschaffungsmarktforschung ist unerlässlich, um gezielt und strategisch einzukaufen und sich so möglichst weit vorne zu positionieren.


Grundsätzlich werden die Aktivitäten im Rahmen der Beschaffung von Dienstleistungen und Gütern geteilt: neben dem strategischen Einkauf gibt es noch den operativen. Während der strategische Einkauf die in einer Firma vorhandenen Ist- und Plandaten bearbeitet, ist der operative Einkauf im Wesentlichen für die für eine laufende Produktion notwendigen Bestellungen zuständig. Der Rahmen hierfür wird von dem strategischen Einkauf gesteckt. Die Grundlage der Daten stellt den Ist-Zustand dar.

Wenn sich operativer und strategischer Einkauf mischen, kommt es unabdingbar zu einem Leerlauf, der viel Zeit für Koordinations- und Abstimmungsaufwand auffrisst. Eine Trennung dieser beiden Arbeitsprozesse ist daher dringend für die Effizienz und die Produktivität eines Unternehmens zu empfehlen.


Donnerstag
23.02.2012
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