Einbindung in Entscheidungsprozesse
Unternehmen verändern sich heute immer schneller und immer öfter. Die Motivation der Mitarbeiter am Arbeitsplatz ist dabei ein wichtiges Thema eines jeden Veränderungsprozesses. Denn jede Veränderung bringt Eingriffe in bisher Gewohntes, verändert oft die Arbeitsrealität dramatisch. Die Zeit der Veränderung ist daher gekennzeichnet durch Unruhe, Missverständnisse, aufwändige Klärungen und damit einhergehende Leistungsverluste. Doch dies muss nicht so sein. Zu selten wird daran gedacht, die Potenziale der Mitarbeiter für die Unternehmensentwicklung gezielt und intentional zu nutzen und sie aktiv in Veränderungsprozesse einzubinden. Dabei geht es darum, betriebliche Lösungen unter Einbindung von Mitarbeitern und Führungskräften zu erarbeiten. Menschen, die man in die Entwicklung von Lösungen einbindet, identifizieren sich nicht nur mit den Inhalten sondern engagieren sich auch eher aktiv für die Umsetzung.
Leider wird in der Realität diese mobilisierende Wirkung der Einbindung durch gemeinsame Erarbeitung von betrieblichen Lösungen unterschätzt. Oder man scheut sich, den Prozess der gemeinsamen Erarbeitung mit der Vielzahl unterschiedlicher Meinungen und Interessen nicht beherrschen zu können. Dies ist anspruchsvoll und erfordert ggf. professionelle externe Unterstützung.
Die
Ergebnisse sprechen jedoch vielfach für sich und der Erfolg stellt
sich oft schnell ein.
Es lohnt
sich, denn die von den Mitarbeitern mit entwickelten Lösungen finden
ganz andere Akzeptanz und deren Umsetzung erfolgt meist viel
schneller.
Für Unternehmen entsteht ein zusätzlicher Vorteil dadurch, dass die Auseinandersetzung mit den wichtigen Kernthemen des betrieblichen Handelns einen enormen Kompetenz- und Erfahrungsschub für die Mitarbeiter und damit einen Kompetentvorteil für´s Unternehmen darstellt. Darüber hinaus ist diese Mitgestaltung ein kulturprägendes Element erster Güte. Es entsteht ein von Mitverantwortung getragener starker Geist im Unternehmen.
Dem allerdings muss das Management auch gewachsen sein. Daher erfordert partizipatives Management starke Führungskräfte. Stark nicht im Sinne von autoritär sondern im positiven Sinne als starke Persönlichkeiten, die Widersprüche aushalten, die abweichende Meinungen tolerieren und die für kreative Ideen anderer aufgeschlossen sind. Die sich vor allem als Katalysatoren des Energie, des Wissens und des Potenzials ihrer Mitarbeiter verstehen ? und nicht sich selbst als die zentrale und einzig wichtige Figur in ihrem Betrieb oder in ihrer Abteilung verstehen.
Nur Unternehmen und Manager, die es verstehen, in ihrem Unternehmen einen durch kreative Mitwirkung (und zwar an den zentralen Themen des Geschäfts!) aller Mitarbeiter getragenen Geist zu entfalten, werden im globalen Wettbewerb bestehen. Von ihnen kommen die besten Ideen, die sich im Markt auch durchsetzen können ? und nur zu ihnen kommen die besten Mitarbeiter, die solche Ideen entstehen lassen. Ein solches Klima von Kreativität und Innovation ist zu schaffen ist Führungsaufgabe und stellt eine wesentliche Voraussetzung unternehmerischen Erfolgs dar

